Budgetchaos 2026 – Die Wahrheit hinter der Aussendung des Bürgermeisters

Die jüngste Aussendung des Bürgermeisters erweckt den Eindruck, als wäre das fehlende Budget 2026 das Ergebnis einer „Blockade“ durch den Gemeinderat. Diese Darstellung ist unwahr, irreführend und ein weiterer Versuch, eigenes Versagen auf andere abzuwälzen. Wir stellen daher richtig – Punkt für Punkt.

1. Klare Aufforderung zur Budgetänderung wurde ignoriert

In einem Gespräch am 19. Jänner 2026 wurde dem Bürgermeister unmissverständlich mitgeteilt, dass der Budgetvoranschlag abzuändern ist – insbesondere aufgrund

  • der extrem geringen liquiden Mittel Ende 2026 und
  • der hohen geplanten Verschuldung von rund 872.000 Euro.

Wie der Bürgermeister in seiner eigenen Aussendung korrekt festhält, ist ausschließlich er für die Erstellung und Abänderung des Budgets verantwortlich. Genau dieser Verantwortung ist er nach unserer ersten Ablehnung des Budgets am 22.12.2025 nicht nachgekommen. Statt konkrete Lösungsansätze für ein tragbares Budget zu präsentieren, verlor der Bürgermeister in der Sitzung nach unseren Forderungen sichtbar die Fassung.

2. Unwahrheit zur angeblichen Information über die Sitzung am 30. Jänner

Der Bürgermeister behauptet, er habe im Gespräch am 19. Jänner darüber informiert, dass am 30. Jänner 2026 eine Gemeinderatssitzung stattfinden wird.

Das ist nicht die Wahrheit!

Die Einladung zur Sitzung am 30. Jänner wurde 2 Stunden nach Beendigung der Sitzung am 19. Jänner versendet. Also erst im Nachhinein und für uns doch überraschend – offensichtlich als Kurzschlussreaktion – ohne sich nur einen Gedanken über mögliche Budgetanpassungen zu machen, um eine gemeinschaftliche Lösung zu suchen.

3. Keine Budgetblockade – sondern fehlender Lösungsansatz des Bürgermeisters

Von einer „Budgetblockade“ durch ÖVP und ULW zu sprechen, ist eine bewusste Verdrehung der Tatsachen.

Blockiert wird nichts – es fehlt schlicht ein tragbares Budget.

Besonders dreist ist in diesem Zusammenhang die Behauptung des Bürgermeisters, die Schülerzahlen würden steigen und rechtfertigten einen sofortigen Schulzubau. Auch das entspricht nachweislich nicht den Fakten

Die uns von der Gemeinde übermittelten Schülerzahlen für die kommenden ersten Klassen sprechen eine andere Sprache:

Schuljahr 2026/2027 2027/2028 2028/2029 2029/2030 2030/2031 2031/2032
Schüler 24 21 20 17 15 19

 

Von steigenden Zahlen kann keine Rede sein – im Gegenteil. Man muss sich ernsthaft fragen: kennt der Bürgermeister die demografische Entwicklung seiner eigenen Gemeinde nicht – oder ignoriert er sie bewusst? Egal was es ist, es ist eines Bürgermeisters nicht würdig!!

4. Irreführende Aussagen zu Förderungen und Schulstart

Der Bürgermeister behauptet, durch das fehlende Budget seien 500.000 Euro Förderung sowie ein geordneter Schulstart gefährdet.

Diese Darstellung dient ausschließlich dazu, Druck aufzubauen und Verantwortung abzuschieben.

Tatsache ist: Der Bürgermeister hat es verabsäumt, ein tragbares, genehmigungsfähiges Budget vorzulegen.

Nicht der Gemeinderat, sondern der Bürgermeister selbst trägt die Verantwortung für diese Situation.

5. Sanierung der Leichenhalle

Verantwortung wird bewusst verschoben. Seit über drei Jahren ist der Bürgermeister im Amt. Trotzdem versucht er nun, die notwendige Sanierung der Leichenhalle der Vorperiode zuzuschieben.

Das ist nicht nur unglaubwürdig, sondern zeigt einmal mehr ein klares Muster: Probleme werden zum Schaden der Gemeinde ausgesessen – und später anderen angelastet.

6. Fortsetzung einer Serie nachweislicher Unwahrheiten

Die aktuelle Aussendung der SPÖ reiht sich nahtlos in frühere Falschdarstellungen ein.

Erinnert sei nur an die Behauptung, eine schriftliche Zusage des Herrn Landeshauptmannes für die 50% Förderung liege bei ihm zu Hause – eine Zusage, die bis heute nicht vorgelegt wurde (siehe unsere frühere Aussendung).

7. Leistungen auch ohne Budget möglich, werden aber bewusst als Druckmittel genutzt

Der Bürgermeister behauptet, ohne Budget seien zahlreiche Leistungen für die Weidener Bevölkerung nicht möglich.

Richtig ist: Er hätte in den vergangenen Sitzungen jederzeit eigene Tagesordnungspunkte einbringen können, um bestimmte Leistungen auch ohne genehmigtes Gesamtbudget beschließen zu lassen.

Dass er dies nicht getan hat, zeigt klar: Diese Leistungen werden vom Bürgermeister bewusst als politisches Druckmittel zu Lasten der Bevölkerung missbraucht.

8. Erneute Sitzung am 13. Februar – wieder ohne Änderungen des Budgets, in den Semesterferien

Besonders bezeichnend ist die neuerliche Einladung zu einer Gemeinderatssitzung am 13. Februar 2026 – mit demselben, unveränderten Budgetvoranschlag seit Dezember 2025 und noch dazu in den Semesterferien. (Wobei er in der Sitzung am 30.1.2026 die nächste Sitzung für Anfang April angekündigt hat.)

Das Ergebnis war absehbar: Die Sitzung war nicht beschlussfähig, da zwei Drittel der Gemeinderäte nicht anwesend sein konnten.

War dem Bürgermeister nicht bekannt, dass Semesterferien sind?

Oder war es ihm schlicht egal, dass viele Gemeinderäte Familien mit schulpflichtigen Kindern haben und diese Woche traditionell als Skiwoche nutzen?

Was bezweckt der Bürgermeister mit dieser Vorgangsweise?

Noch eine gescheiterte Sitzung? Noch mehr Stillstand? Noch mehr Schuldzuweisungen?

9. Schlammabsatzbecken – Fakten statt Wunschdenken

Im aktuellen Rundschreiben des Bürgermeisters wird suggeriert, es gäbe einen risikolosen Weg, das Schlammabsatzbecken an die Seemanagement Burgenland GmbH abzugeben.

Das ist schlicht falsch. Es besteht ein rechtsgültiger Vertrag, der eine Übergabe an die Seemanagement Burgenland GmbH nicht zulässt. Eine vertragliche Bindung lässt sich nicht mit schönen Worten beenden.

Der Verbleib des Beckens in der Gemeinde kann lokale Vorteile sichern, Stabilität bringen und langfristige Planbarkeit und Kontrolle für die Gemeinde sichern. Anstatt mit unrealistischen Ideen Verwirrung zu stiften, sollte man die bestehenden Chancen nutzen und damit sowohl der Gemeinde als auch ihren Bürgerinnen und Bürgern echten Nutzen sichern.

Wenn der Bürgermeister also von einem „risikolosen Ausstieg“ spricht, lebt er wohl weiterhin im Wunschdenken seiner eigenen Aussendungen.

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Fazit

Die Gemeinde Weiden am See braucht

  • ein realistisches Budget,
  • ehrliche Zahlen,
  • und verantwortungsvolle Führung.

Was wir derzeit erleben, ist das Gegenteil: Ablenkung, Unwahrheiten und der Versuch, eigenes Versagen politisch umzudeuten.

Die ÖVP steht weiterhin jederzeit für konstruktive Gespräche für Lösungen zur Verfügung.

Was wir jedoch nicht akzeptieren, sind Falschdarstellungen, Druckpolitik und das Abwälzen von Verantwortung auf den Gemeinderat. So kann und darf es nicht weitergehen.

Vizebürgermeister Christian Wandler und das ÖVP-Team

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